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Saarländischer Schulpreis 2010/2011 - Vier Schulen nominiert

12.4.2011, Newsletter 17/2011 und Medienmitteilung

Vier Schulen hat die Jury auf der Grundlage der schriftlichen Bewerbungen zu den Qualitätskriterien sowie ihres unmittelbaren Eindrucks bei Schulbesuchen für den Saarländischen Schulpreis 2010/2011 nominiert. Es sind die AWO-Förderschule Dillingen, die Grundschule Bachschule Neunkirchen, die Integrierte Maria-Montessori Gesamtschule Saarbrücken und das Hochwaldgymnasium Wadern. In einer feierlichen Veranstaltung am Mittwoch, den 18. Mai 2011, 19 bis 21 Uhr, in der Saarbrücker Congresshalle (Saal West) werden der Hauptpreisträger und die drei Preisträger im Beisein von Bildungsminister Klaus Kessler geehrt. Zu diesem Ereignis laden wir unsere Mitglieder und Newsletterabonnenten herzlich ein.

Für die allgemein bildenden Schulen im Saarland haben die Stiftung Demokratie Saarland und die Landeselterninitiative für Bildung in Kooperation mit der Gesamtlandesschüler-, der Gesamtlandeselternvertretung sowie dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien in diesem Schuljahr zum dritten Mal den mit 20.000 Euro dotierten Saarländischen Schulpreis ausgeschrieben. An Schulen tut sich im Alltäglichen oder auch in mutigen Unternehmungen viel mehr als die Öffentlichkeit weiß. Sie schaffen es, Kinder und Jugendliche mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen für Leistung und Kreativität zu begeistern, ihre Lernfreude und ihren Lebensmut zu stärken und sie zu Fairness und Verantwortung zu erziehen. Auch damit solche Schulen für andere wirksam werden können, brauchen sie öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung. Der Saarländische Schulpreis will ihre Arbeit würdigen.

Grundlage des Saarländischen Schulpreises ist ein umfassendes Bildungsverständnis, das in sechs Qualitätsbereichen zum Ausdruck kommt: Qualität des Lernens, individuelle Förderung/Umgang mit Vielfalt, Schule als Gemeinwesen, Schulklima, Schule als lernende Organisation und Leistung der Schülerinnen und Schüler. Jede Schule hat ihre lebendige Gestalt. Es geht beim Saarländischen Schulpreis nicht darum, die richtige Schule zu finden, sondern Schulen, die ihre Entwicklung vorangebracht haben, Schulen, die mit dem in den Qualitätskriterien skizzierten Leitbild verwandt sind. Für eine Beteiligung ist es nicht notwendig, dass eine Schule in allen Qualitätsbereichen herausragend ist. Es sind auch nicht nur aktuelle Ergebnisse entscheidend. Der Weg, die Hürden, die eine Schule überwunden und die Unterstützung, die sie erfahren hat, sowie der Ausblick auf ihre weitere Entwicklung und die Ideen, wie auch andere Schulen von dieser Erfahrung profitieren können, sind ebenfalls von Bedeutung. Näheres unter Der Saarländische Schulpreis

 

Landeselterninitiative begrüßt Bemühungen um einen besseren Übergang von Kitas zu Grundschulen - Kritik an zweiter Einsparung im Bildungsbereich

 

Die Landeselterninitiative für Bildung begrüßt den grundsätzlichen Ansatz des Gesetzes zur Änderung des Saarländischen Kinderbetreuungs- und -bildungsgesetzes, das die Regierung in den Landtag eingebracht hat und das am 13. April in erster Lesung beraten wird (hier zum Download). Bemühungen um einen besseren Übergang vom Kindergarten zur Grundschule finden unsere Unterstützung, doch dürfen sie nicht in eine Verschulung der Kindheit münden. Und wir wünschen uns einen vergleichbaren Ansatz auch für die Übergangsphase zu den Sekundarschulen mit einem Konzept von individueller Förderung und Herausforderung.

Wir kritisieren allerdings den inzwischen - nach Abschaffung der Beitragsfreiheit der Nachmittagsbetreuung an den Schulen - zweiten Schritt von Einsparungen bei der Bildung. Wenn auch die untersten Einkommensgruppen von Beiträgen für das Schulvorbereitungsjahr ausgenommen werden, so wird mit der Einführung von Vorschulgeld doch wieder ein Schritt zurück getan und werden Bildungsanreize abgebaut. Familien- und bildungsfreundliche Politik sieht anders aus.

Immer wieder ist in den letzten Jahren betont worden, welche Zeichen bzw. Maßstäbe mit der Beitragfreiheit gesetzt worden seien. Noch in den Leitlinien der CDU Saar zur Landtagswahl am 30. August 2009, im Koalitionsvertrag und in der Regierungserklärung des Ministerpräsidenten im November 2009 ist die Beitragsfreiheit des dritten Kindergartenjahres herausgestellt worden. Für die Landeselterninitiative hat der Satz im Koalitionsvertrag keine Gültigkeit mehr, der da lautet: "... wird angestrebt, den Anteil der Ausgaben für Bildung und Wissenschaft am Landeshaushalt schrittweise auf 30% zu erhöhen. Dies impliziert, dass der Bereich der Bildungsausgaben bei eventuellen generellen Sparquoten ausgenommen sein wird."