
Mit der Reihe „Diskussionsforum Schule“ greift die Landeselterninitiative für Bildung Themen auf, die aktuell in der öffentlichen Debatte stehen.
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Dienstag 29. Juni 2010, 19 Uhr, im Saarbrücker Gymnasium am Rotenbühl (Neugrabenweg 66)
In einer Podiumsdiskussion will die Landeselterninitiative für Bildung das Anfang des auslaufenden Schuljahres eingeführte Schulbuch-Leihsystem auf den Prüfstand stellen. Zweck, Form, Kosten und Verwaltungsaufwand des Systems sowie pädagogische Fragen und mögliche Alternativen diskutieren
Staatssekretär Körner und Abteilungsleiterin Dr. Eva Backes-Miller, Bildungsministerium
Bürgermeister Rödle (Ottweiler), Vizepräsident des Städte- und Gemeindetages
Landrat Lindemann (Saarpfalz-Kreis), Vorsitzender des Landkreistages
Lehrerin Traudel Job, Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Bernhard Strube, Sprecher der Landeselterninitiative für Bildung
Die Moderation hat Uwe Jäger vom Saarländischen Rundfunk.
Die Veranstaltung ist öffentlich. Das Publikum kann sich an der Diskussion beteiligen.
Nach Auffassung der Landeselterninitiative für Bildung muss das Schulbuch-Leihsystem grundlegend überdacht werden. Finanzielle Entlastung für Familien bei den Kosten für Schulbücher ist natürlich zu begrüßen. Doch muss über das System aus den Gesichtspunkten Zweck, Form, Kosten, Verwaltungsaufwand sowie pädagogische Probleme und über mögliche Alternativen neu diskutiert werden. Das Leihsystem erscheint finanziell unausgegoren. Noch im Februar des Jahres hat Bildungsminister Kessler den Eltern geschrieben, er gehe nicht davon aus, dass es notwendig werde, die Gebührengrenzen voll auszuschöpfen. Inzwischen ist an Gymnasien die Ausnahme zur Regel geworden und die Leihentgeltgrenze von 90 € bei über 80% mit Beträgen bis zu 115 Euro, fast dem Doppelten wie bisher, überschritten. Und dies, obwohl Atlas und Musikbuch im Leihpaket nicht enthalten sind. Bei den Gesamtschulen liegt der Elternbeitrag bei jeder 5. Schule über der angekündigten Grenze von 85 €. Kurz vor Anmeldeschluss hat das Bildungsministerium mit 0,5 Mio Euro aus dem Landeshaushalt beim Elternbetrag für die Grundschulen nachbessern müssen und hat dafür zehn Lehrerstellen aus dem Haushalt gestrichen. Und dies alles, bei Klagen von Landkreisen und Kommunen über den hohen Verwaltungsaufwand und bei noch ausstehenden Erfahrungen am Ende des Schuljahres. Dort sind noch mehr Arbeit und Schwierigkeiten zu erwarten, wenn Bücher zurückgenommen werden, ihr Zustand zu bewerten ist und ggf. Schadenersatz verlangt werden muss.
Hier zum Download die Einladung zur Veranstaltung.
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