Pressemitteilung: Kutzhof den 03.07.2005 Die Kutzhofer krempeln die Ärmel hoch. Trotz der andauernden Ungewißheit über das Schicksal der Grundschule Kutzhof hat sich am 29.06 - also ein paar Tage nach dem ursprünglich in Umlauf gebrachten Termin der Verkündung der entgültigen Entscheidung des Kultusministeriums - der "Runde Tisch für bessere Bildung" zum ersten mal getroffen. Anwesend waren, neben Bürgermeister Rainer Ziebold, Bürgermeister a.D. Josef Zeimetz, Ortsvorsteher Norbert Prinz, Diakon Heidrich und Schulleiterin Meta Forster, Vertreter der Elternschaft, des Kindergartens, des Jugendclubs und ortsansässiger Vereine. Eingeladen wurde auf Anregung der Landesinititive "Rettet die Grundschulen!" unter anderem mit dem Ziel, die durch die Strukturreform der Grundschullandschaft sich ergebenden destruktiven Nebenwirkungen für die Bildung und die Ortsentwicklung auf kreativ-konstruktive Art und Weise zu kompensieren. Diese Nebenwirkungen treffen die Kutzhofer in besonderem Maße. Durch die Strukturreform wird unter anderem die enge Zusammenarbeit mit dem Kindergarten - bisher im gleichen Hause - und dem Jugendclub - ebenfalls im gleichen Hause - erheblich erschwert. Die Schule als Zentrum einer für alle Seiten fruchtbaren Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Vereinen, Organisationen und engagierten Bürgern entfällt. Die Attraktivität des Ortes als Wohnort für junge Familien sinkt. Nicht zu vernachlässigen sind auch die finanziellen Belastungen, die sich durch die besonderen geographischen Gegebenheiten für die Gemeinde aus dem Schülertransport ergeben. Desweiteren darf nicht vergessen werden, daß hier bisher sehr engagierten Menschen ihre Leistung nicht nur nicht gedankt, sondern auch die sichtbaren Ergebnisse ihres Engagements herabgemindert und letztendlich zerstört werden. Aber die Kutzhofer, Lummerschieder, Mangelhauser und Numborner haben es bereits in der Vergangenheit verstanden, durch Eigeninitiative auch mit widrigen Umständen zurecht zu kommen. So zeigte sich auch der Initiator dieses runden Tisches, Patrik Zeimetz, im Einklang mit den Teilnehmern mit dem Verlauf des Abends zufrieden. Man war sich darüber einig, daß der Weg eines offenen runden Tisches für die Anfangsphase der kreativ-konstruktiven Offensive der richtige sei, daß das Konzept der Landesinitiative sich für Kutzhof besonders eignet, da es weitestgehend den gewachsenen Verhältnissen entspricht und daß man durch die Einrichtung von Arbeitskreisen, der Organisation von Projekten und Kursen unter Einbeziehung des gesamten Potentials, das der Ort zu bieten hat, versuchen sollte, diese Verhältnisse zu erhalten und zu stärken. Tatkräftige Unterstützung wurde von allen Seiten zugesagt. Bürgermeister Ziebold sicherte die Bereitschaft der Gemeinde zu, die notwendigen Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen und bot weiterreichende Hilfeleistungen seitens der Gemeinde an. Letztendlich faßte man einige Themenbereiche für Projektarbeiten näher ins Auge und machte sich bereits Gedanken über die Planung und Durchführung konkreter Projekte. Als kleiner Wermutstropfen bleibt zu erwähnen, daß die Beteiligung aus dem Kreise der Vereine, Handwerker und Gewerbetreibenden durchaus hätte besser ausfallen können. Einerseits ist eine gesunde Skepsis zwar verständlich, andererseits sind es gerade dieses Personengruppen, die besonders von der Einrichtung des runden Tisches profitieren können. Man trennte sich an diesem Abend mit der Vereinbarung nach den Sommerferien zum zweiten Mal einzuladen. Bis dahin wird sich die Lage geklärt haben, was die Zukunft des Schulstandortes Kutzhof angeht und man hat Zeit, Ideen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen, die sich zur Durchführung der Projekte als sinnvoll erweisen können. Der "Runde Tisch für bessere Bildung" in Kutzhof.