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Schule machen!

Newsletter der 2. Woche 2006

Vortrag: "Die Schule der Zukunft - oder was unterscheidet eine lernende Organisation von der Lernvollzugsanstalt?" am 23. Januar 2006, 18 Uhr
(Haus der Stiftung Demokratie Saarland, Bismarckstraße 99, Saarbrücken)

Die Stiftung Demokratie Saarland greift mit ihrem neuen Vortragsprogramm auch schulpolitische Themen auf. Am Montag, 23 Januar 2006, 18 Uhr, kommt Reinhard Kahl in das Haus der Stiftung, der Autor des Films "Treibhäuser der Zukunft - Wie in Deutschland Schulen gelingen". Diesen Film hat die "Landesinitiative Rettet die Grundschulen im Saarland!" im vergangenen Jahr in mehreren Kinos im Saarland gezeigt. Sie wirbt für Schulen, wie Reinhard Kahl sie in Deutschland gefunden hat.

Zum Vortrag
Die Schule der Zukunft wird nicht nur ein Gehäuse sein, in dem Schüler lernen sollen - um dann doch überwiegend nur belehrt zu werden. Sie entwickelt sich zu einem lernenden Organismus, der das Recht auf seine Biographie benötigt. Auch das ist eine Lektion der im internationalen Vergleich erfolgreichen Länder: Die Selbstverantwortung der Schule kommt dem Lernen der Schüler zu Gute.
Für Institutionen gilt ähnliches wie für Personen. Gestatten sie es sich, als eigenwillige Individuen zu leben, oder folgen sie einem Ideal der Perfektion, aus dem heraus möglichst Klone produziert werden? Aber Lernen ist kein Kopieren, Lernen bedeutet immer, sich auf Umwege einzulassen. Der Umgang mit dem Fehler ist der Test der Lernbereitschaft - von Institutionen wie von Individuen.
Schulen mit einer lebendigen Biografie gibt es auch in Deutschland, wenn auch zu wenige. In ihnen herrscht die Überzeugung, dass es für Kinder wie für Erwachsene ein Vorteil ist, verschieden zu sein. Daraus entsteht ein Klima von Kooperation. Dort werden nicht die Fächer, sondern die Schüler unterrichtet, und die Schüler werden aufgerichtet.

Reinhard Kahl, geb. 1948 in Göttingen.

Studium der Erziehungswissenschaften, Philosophie, Soziologie und Psychologie in Frankfurt und Hamburg. Während des Studiums Mitarbeit bei verschiedenen Rundfunksendern. 1973 war er wissenschaftlicher Assistent, seit 1975 ist er Journalist, zunächst frei, zwischenzeitlich beim NDR, dann wieder frei, u.a. für Die Zeit, GEO, Welt, SZ, taz und der Zeitschrift „Pädagogik“. Kahl ist darüberhinaus Autor, Regisseur und Produzent von Fernseh- und Videodokumentationen. Im Hamburger Literaturhaus ist er Gastgeber des monatlich stattfindenden Philosophischen Cafés und im Stuttgarter Literaturhaus Gastgeber des Stuttgarter Bildungsdiskurses.

1986 erhielt Reinhard Kahl den Wang-Journalisten-Preis für die NDR Fernsehsendung "Der kleine Bruder – wie Computer die Welt verändern", 1987 (mit anderen) den Grimme-Preis für die NDR Serie "Kindsein ist kein Kinderspiel" und 1996 den CIVIS-Preis sowie den Preis der CIVIS-Jugend-Jury für die fünfteilige ZDF/3sat Serie "Aufbruch – die Kraft der Einwanderer".

Im Zentrum seiner Arbeit stehen die Lust am Denken und Lernen, die Qual, belehrt zu werden und die endlosen Dramen des Erwachsenwerdens. Und was in so einer Vita selten steht, das ist die wichtige Schule der Rebellion (und dann die Abkehr von der Rebellion): 1967 Gründung einer antiautoritären Schülergruppe in Göttingen, dann Bundesvorsitzender des AUSS (Aktionszentrum unabhängiger und sozialistischer Schüler). Später die Entdeckung, dass Rebellion allein nicht weiter hilft, die List von Fehlern aber umso mehr.

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Strube

Sprecher der "Landesinitiative Rettet die Grundschulen im Saarland!"
www.RettetdieGrundschulen.de
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Fasanenweg 3a, 66129 Saarbrücken
Telefon: 06805 21010
Mobiltelefon: 0163 2819959
Bernhard.Strube@t-online.de

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Internet: www.rettetdiegrundschulen.de