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Schule machen!

2. Newsletter der 25. Woche 2005

Neuauflage des Volksbegehrens gegen Grundschulschließungen

Die CDU-Landesregierung hat das Volksbegehren mit einem zweiten Grund für nicht zulässig erklärt: Die zwischenzeitliche Änderung des Schulordnungsgesetzes habe ihm die Grundlage entzogen. Unser Anwalt und wir sind der Auffassung, das Gegenteil ist der Fall. Denn es war von vorne herein und offenkundig Gegenstand und Zielrichtung des Volksbegehrens, der Abschaffung einzügiger Grundschulen in vielen Orten sowie der Vergrößerung von Klassen entgegenzuwirken, nachdem die Pläne der Landesregierung aus ihren Pressemitteilungen und einem Gesetzentwurf bekannt wurden. An den Plänen der Landesregierung hat sich inzwischen nichts geändert - sie hat sie im Eiltempo zum Gesetz werden lassen - und an unserem Ziel, das 30.000 Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Unterschrift unterstützt haben, hat sich nicht geändert. Da aber nicht völlig auszuschließen ist, dass der Verfassungsgerichtshof - wie in einem anders gelagerten Fall im Jahr 1987 - die Entscheidung treffen könnte, der Gesetzentwurf des Volksbegehrens beziehe sich auf ein Schulordnungsgesetz, das in dieser Fassung nicht mehr in Kraft ist, wollen wir formal auf "Nummer sicher" gehen.

Bis zu den Sommerferien wollen wir für einen neuen Antrag mit einem Gesetzentwurf, der das mit Wirkung vom 13. Mai 2005 geänderte Schulordnungsgesetz mit dem selben Ziel ändern soll, die notwendigen 5.000 Unterschriften sammeln. Dazu werden wir uns mit einem eigenen Brief an alle Eltern und Unterstützer wenden.

Kleine Klassen, große Wirkung

Kinder, die während der Grundschule in kleinen Klassen unterrichtet werden, erreichen später bessere Schulabschlüsse. Dies ergab eine großangelegte Untersuchung von Wissenschaftlern der University at Buffalo im Bundesstaat New York. Die Forscher verfolgten in ihrer Studie den Werdegang von fast 5000 Schülern von der Vorschule bis zum Ende der High School. Nach dem Zufallsprinzip waren die Schüler am Anfang der Vorschule entweder einer kleinen Klasse (13 bis 17 Schüler) oder einer normal großen Klasse (22 bis 26 Schüler) zugeteilt worden. Das überraschende Ergebnis nach 13 Beobachtungsjahren: Von den Kindern, die im Grundschulalter vier Jahre lang in einer kleinen Klasse gelernt hatten, erreichten 15 Prozent mehr einen High-School-Abschluss. Bei Schülern aus ärmeren Familien war der Effekt sogar besonders groß: Bei ihnen stieg die Schulabschlussrate um 25 Prozent.
(aus DER SPIEGEL 20/2005)

 

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Strube

Sprecher der "Landesinitiative Rettet die Grundschulen im Saarland!"
www.RettetdieGrundschulen.de
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