Schule machen! Newsletter der 9. Woche 2006 Es kommen weitere Grundschulschließungen
auf uns zu! "Ich möchte auf Ihre E-Mail vom 22.01.2006 zurückkommen,
um deren Beantwortung mich Herr Minister Schreier gebeten hat. Sie
erkundigen sich in Ihrer E-Mail nach konkreten Maßnahmen zu
den auf Bitte des Verfassungsgerichtshofs genannten Grundschulstandorten.
Es handelte sich in allen Fällen um Prognosezahlen. Es gebietet
sich, mit ihnen sehr vorsichtig und zurückhaltend umzugehen
und jeden Versuch zu unterlassen, Eltern und Schüler dadurch
zu verunsichern. Dies zeigen beispielsweise die Zahlen für den
Grundschulstandort Besseringen. Während die Prognosezahlen noch
daraufhin gedeutet haben, dass im Schuljahr 2006/2007 die Zweizügigkeit
nicht erreicht würde, erreichen die tatsächlichen Anmeldezahlen
die Grenzen zur Bildung zweier Klassen. Im Schulordnungsgesetz sind
die Voraussetzungen für den ordnungsgemäßen Schulbetrieb
eindeutig geregelt: Wenn die Kinderzahl zur Bildung von zwei Klassen
in einer Klassenstufe fehlt. Die Schulverwaltung ist an Recht und
Gesetz gebunden. Die Unterschreitung des Klassenteilers hat jedoch
noch keine automatische Schulzusammenlegung zur Folge. Wie bisher
auch sind die tatsächlichen Schülerzahlen im kommenden
Schuljahr maßgeblich. Das bereits im Rahmen der Grundschulreform
des letzten Jahres angewandte schul- und raumbezogene Prüfverfahren
wird auch in Zukunft zur Anwendung kommen. Ich hoffe Ihnen mit diesen
Informationen zu dienen und verbleibe..."
"Die Arroganz der Macht Der Hintergrund der Gesetzesentwürfe der Opposition ist ein Urteil des Saarländischen Verfassungsgerichtshofes vom 23.1.2006 zum Volksbegehren gegen Grundschulschliessungen. Das Gericht hatte unter Berufung auf die Saarländische Verfassung klargestellt, dass jedes Volksbegehren, das in seiner materiellen Umsetzung finanzwirksame Folgen hat, unzulässig ist. Dabei spielt die Höhe der Finanzwirksamkeit keinerlei Rolle. Dies bedeutet im Grunde einen kompletten Knock-out für die Volksgesetzgebung im Saarland. Bundesvorstandssprecher Gerald Häfner erklärt: "Der Saarländische Landtag hat leider eine Demonstration der Arroganz der Macht erlebt. Allen ist klar, dass nach dem Urteil des Verfassungsgerichtes die Volksgesetzgebung im Saarland de facto abgeschafft ist. Dennoch lehnt die CDU notwendige Reformen ohne ernsthafte Auseinandersetzung ab. Insbesondere die Haltung von Ministerpräsident Müller ist enttäuschend. Er hat sich mehrfach für bundesweite Volksentscheide ausgsprochen und ist jetzt nicht einmal zu minimalen Reformen in seinem eigenen Machtbereich bereit.
Mit freundlichen Grüßen Bernhard Strube Sprecher der "Landesinitiative Rettet die Grundschulen im Saarland!" Fasanenweg 3a, 66129 Saarbrücken ............................................................................................................ "Schule machen!" kommt als Nachricht von der "Landesinitiative
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