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„Für gelingende Schulen! Kein 5. Grundschuljahr!“ – Unterschriftenaktion wird fortgesetzt

Nach der Absage der SPD an eine Verfassungsänderung zur Einführung des fünften Grundschuljahres wollen die Landeselterninitiative für Bildung e.V., die Landeselternvertretungen der Grundschulen, Erweiterten Realschulen und Gymnasien sowie die Gesamtlandesschülervertretung ihre Unterschriftenaktion dennoch fortsetzen.

Zur Regierungserklärung von Bildungsminister Kessler: In erster Linie Qualität gewährleisten!

Als Mitinitiatorin des "Gemeinsamen Appells für gelingende Schulen! Kein 5. Grundschuljahr!" hat die Landeselterninitiative für Bildung den Vorwurf von Bildungsminister Kessler zurückgewiesen, den Beteiligten müsse man das "ernsthafte Interesse an einem konstruktiven Dialog" absprechen. Die Aktion der Landeselterninitiative für Bildung, der Landeselternvertretungen Grundschulen, Erweiterten Realschulen, Gymnasien und der Gesamtlandesschülervertretung läuft geradezu darauf hinaus, mehr Qualität von Unterricht sowie Lernen an den Schulen zu erreichen und dazu für die Schulgemeinschaften die Voraussetzungen zu schaffen wie kleinere Klassen, mehr Gestaltungsfreiheit und Zeit für die Lehrer, einen anderen Unterrichtsrhythmus, vor allem eine Differenzierung und Individualisierung des Lernens mit verbindlichen Förderkonzepten an allen Schulen einschließlich entsprechender Fortbildung und berufsbegleitender Unterstützung für die Lehrer.

Gemeinsamer Appell von Eltern und Schülern „Für gelingende Schulen! Kein 5. Grundschuljahr!“ – Unterschriftenaktion gestartet

Die Landeselterninitiative für Bildung e.V., die Landeselternvertretungen der Grundschulen, Erweiterten Realschulen und Gymnasien sowie die Gesamtlandesschülervertretung appellieren an die Landesregierung, alle Kräfte und Haushaltsmittel in erster Linie auf eine erhebliche Verbesserung der Qualität des Lernens an den Schulen zu konzentrieren. Statt für ein 5. Grundschuljahr die Schulen auf Monate und Jahre damit zu belasten, Lehrpläne umzuschreiben, Handlungsroutinen umzustellen, Lehrer zu versetzen und Schulgebäude umzubauen. Den Gemeinsamen Appell als PDF-Datei und das Begleitschreiben, das in der ersten Woche des neuen Schuljahres den Schulgemeinschaften zugeht, finden Sie im weiteren Text zum Download.

„Für gelingende Schulen! Mit einem 5. Grundschuljahr?“

Ein pädagogisches Streitgespräch um den besseren Weg bietet die Reihe Bildungsforum zum Saarländischen Schulpreis am 7. September 2010, 19 Uhr, in Ludwigsgymnasium Saarbrücken (Stengelstraße 31). Es diskutieren Bildungsminister Klaus Kessler (Bündnis 90/Die Grünen) und Prof. Dr. Ulrich Herrmann, ehemaliger Professor für Pädagogik und Leiter des Seminars für Pädagogik an der Universität Ulm. Moderiert von einem erfahrenen Journalisten: Norbert Klein, Chefredakteur Fernsehen des Saarländischen Rundfunks. Die Veranstaltung ist öffentlich. Das Publikum wird in die Debatte einbezogen.

Volksentscheid in Hamburg als Fingerzeig nehmen

Nach Auffassung der Landeselterninitiative für Bildung sollte die Landesregierung das Ergebnis des Volksentscheids in Hamburg als Fingerzeig nehmen und gleich alle Kräfte und Mittel in die Verbesserung von Unterricht und Lernen in den Schulen einbringen, statt hartnäckig für ein kümmerliches längeres gemeinsames Lernen mit einem 5. Grundschuljahr Lehrer, Eltern, Schüler, Schulverwaltungen und Schulträger zu beschäftigen.