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Statistik bestätigt: Mehr Investitionen für schulische Bildung notwendig, gerade an Gemeinschaftsschulen

Nach einer heute (27.2.2020) veröffentlichten Untersuchung des Statistischen Bundesamtes verharrt das Saarland mit den jährlichen Ausgaben je Schülerin und Schüler aller Schularten wie im Vorjahr auf dem viertletzten Platz aller Bundesländer, den es zusammen mit Rheinland-Pfalz und Bremen einnimmt. Im Jahr 2017, auf das die Untersuchung eingeht, haben Land und Schulträger 6 900 Euro je Schülerin und Schüler ausgegeben. Im Bundesdurchschnitt lagen die Ausgaben bei 7 300 Euro, an der Spitze Berlin mit 9 700 Euro und Hamburg mit 9 600 Euro. Die Landeselterninitiative für Bildung sieht sich durch diesen Stillstand in ihrer Haltung bestätigt, dass das Saarland weiterhin Nachholbedarf bei Investitionen für die schulische Bildung hat. Die Bildung der jungen Generation dürfe gegenüber der Entwicklung in den anderen Bundesländern nicht nur nicht abhängen, sondern müsse in einer Region mit einem schwierigen Strukturwandel Priorität haben.

Bezogen auf die Schulformen liegt das Saarland bei den Grundschulen zwar im vorderen Mittelfeld (mit 6 600 €; Bundesschnitt 6 400 €; Spitze Hamburg 10 400 €) und bei den Gymnasien im Mittelfeld (mit 8 100 €; Bundesschnitt 8 500 €; Spitze Berlin 10 700 €), aber bei den Gemeinschaftsschulen leider nach wie vor auf dem traurigen letzten Platz (mit 7 600 €; Bundesschnitt 8 600 €; Spitze Berlin 12 300 €). Bei den beruflichen Schulen stagniert das Land auf dem fünftletzten Platz (mit 4 600 €; Bundesschnitt 5 100 €; Spitze Thüringen 6 900 €).

(Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 063 vom 27.02.2020 und Bericht „Bildungsausgaben - Ausgaben je Schülerin und Schüler 2017“)