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Landeselterninitiative lobt Einsatz für Bildung trotz Schulschließungen - Sozialarbeit für Kinder aus prekären Lebenslagen

Die Landeselterninitiative für Bildung hat sich in einer E-Mail an die Kollegien in den Schulen im Land und an das Bildungsministerium für ihr Engagement bedankt, die schulische Bildung so weit wie möglich aufrecht zu erhalten. "Wir sehen so viel Positives", sagte Bernhard Strube, der Sprecher der Initiative, "von der eigens eingerichteten Lernplattform ONLINE Schule Saarland (http://schule-digital.saarland von Bildungsministerium und Landesinstitut für Pädagogik und Medien) bis hin zu den direkten postalischen oder digitalen Kanälen, die einzelne Schulen unterhalten." Über die Lernplattform zum Beispiel könnten alle Schulen ihre Lernmaterialien und Unterrichtsangebote für ihre Schülerinnen und Schüler bereitstellen. Sie verlinke auch zu zahlreichen externen - und das sei wichtig - seriösen Angeboten. Die Landeselterninitiative würdigte auch, dass Lehrkräfte hochengagiert Aufgaben und Arbeitsmaterialien zusammengestellt und diese persönlich übergeben, digital zur Verfügung gestellt oder den Eltern zukommen gelassen hätten und dies auch fortsetzten.

Unbehagen bereitet der Elterninitiative, so schreibt sie in ihrer E-Mail, dass es aber auch Schülerinnen und Schüler gebe, die zuhause kaum Unterstützung erhalten oder erhalten können. Diesen Kindern in prekären Lebenslagen fehle der tägliche feste Rhythmus in der Schule, eine fürsorgliche Bezugsperson und unter Umständen gar ein Mittagessen. Ihnen mache die momentane Situation schwer zu schaffen. Um so wichtiger sei jetzt auch die sozialpädagogische Mitarbeit und Jugendhilfe an den Schulen, damit diesen Kindern ihre schulische und außerschulische Lebensbewältigung gelingt. Die Schulschließungen, so die Eltern, dürften nicht zu einem Katalysator für Bildungsungerechtigkeit werden.

In ihrer Antwort auf die E-Mai schreibt die Bildungsministerin, ihr Haus habe bereits initiiert, dass den Schülerinnen und Schülern eine Ansprechperson zur Seite gestellt wird, die ihnen bei ihren Fragen rund um das Thema „strukturiertes Lernen zuhause“, „selbständiges Lernen“ oder „digitales Lernen“ zur Seite steht. Ferner sollen die Kinder und Jugendlichen individuell begleitet und ihre jeweilige Lebenslage mitberücksichtigt werden. Diese Ansprechpersonen sollen in erster Linie die bereits vertrauten Lehrerinnen und Lehrer, aber auch die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sein. Derzeit werde geprüft, wie die Schulen eine persönliche Ansprechbarkeit ihrer Lehrkräfte für die Schülerinnen und Schüler gewährleisten können.