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Saarland verschlechtert sich im Ranking bei den Ausgaben für Schüler:in - kein Aufwärtstrend mehr!

"Während wir in den letzten Jahren bei der Entwicklung der Ausgaben des Saarlandes je Schüler:in, die zwar gesamt immer noch unter Bundesschnitt lagen, einen erfreulichen Aufholprozess sahen, müssen wir nun feststellen, dass das Saarland sich im Ranking verschlechtert hat. Wir fordern die Landesregierung auf, dies nicht zu einem andauernden Prozess werden zu lassen.“ So kommentierte die Landeselterninitiative für Bildung den heute von Statistischen Bundesamt veröffentlichen Bundesländervergleich. Danach ist das Saarland mit seinen Ausgaben je Schüler:in an öffentlichen Schulen im Jahr 2021 von Platz 9 im Vorjahr (mit 8 300 Euro je Schüler) auf den 14. Platz (8 400 Euro) zurückgefallen. Es liegt damit deutlich unter dem Durchschnitt der Bundesländer (9 200 €) und weit hinter der Spitze Berlin (13 300 €).
Beim Ausgabenvergleich nach Schulformen ist das Saarland bei den Grundschulen von 5 auf Platz 7 zurückgefallen (mit 7 900 €; Bundesschnitt 8 000 €; Spitze Hamburg 12 200 €) und bei den Gymnasien von 7 auf Platz 10 (mit 9 300 €; Bundesschnitt 10 200 €; Spitze Berlin 14 000 €). Schlusslicht ist das Saarland, 2020 noch drittletzter Platz, inzwischen bei den Gemeinschaftsschulen geworden (mit 9 300 €; Bundesschnitt 10 900 €; Spitze Berlin 16 600 €).
Bei den beruflichen Schulen ist das Land von 10 auf einen mit drei anderen Ländern geteilten 12. Platz zurückgefallen (mit 5 700 €; Bundesschnitt 6 400 €; Spitze Berlin 9 000 €). Nur ein Bundesland stellte weniger Mittel für die beruflichen Schulen bereit.

(Quelle: Statistisches Bundesamt, „Bildungsausgaben - Ausgaben je Schülerin und Schüler 2021“, 3. März 2023)

Gerade die beiden Schulformen, die den höchsten Förderbedarf unterschiedlichster Art gewährleisten müssten, dürften bei den Investitionen nicht am Ende stehen, sondern müssten personell viel besser aufgestellt werden. Bei der Personalzumessung müssten endlich die wegen der sozialen Lebensumstände ihrer Schüler:innen sehr unterschiedlichen Ausgangslagen sowie pädagogischen Herausforderungen von Schulen und ihr individueller Bedarf an Professionen berücksichtigt werden, so die Landeselterninitiative für Bildung.