
Mit drei jährlichen Seminaren wollen die Veranstalter des Saarländischen Schulpreises - die Stiftung Demokratie Saarland und die Landeselterninitiative für Bildung - in Kooperation mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien an den Saarländischen Schulpreis anknüpfen und den Austausch sowie die Verbreitung vorbildlicher reformorientierter Schulpraxis fördern. Darüber hinaus soll Schülern die Gelegenheit geboten werden, ihre Handlungskompetenz zur Wahrnehmung ihrer Mitbestimmungsrechte und ihrer Gestaltungsmöglichkeiten weiterzuentwickeln.
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27. Februar 2010, 9 bis 17 Uhr, Europäische Akademie Otzenhausen
Wünschen wir uns nicht alle
• Schulen, in denen Kinder und Jugendliche alle wichtigen Bildungserfahrungen machen, alle ihre Fähigkeiten und Begabungen entwickeln können?
• Schulen, in denen Kinder und Jugendliche erfahren, dass ihr Lernen hilfreich begleitet, ihre Arbeit wertgeschätzt, ihre Leistung gesehen und gewürdigt wird?
• Schulen, die an sich selbst hohe Anforderungen stellen, sich an den eigenen Maßstäben orientieren und an ihnen ihre Arbeit selbstkritisch prüfen?
• Schulen, in denen Kinder lernen, mit Unterschieden zu leben, und in denen sie so angenommen werden, wie sie sind, ohne beschämt oder für ihr Anderssein „bestraft“ zu werden?
• Schulen, in denen die – nach wie vor riesige – Ungleichheit der Bildungschancen so weit wie möglich abgebaut wird?
• Schulen, in denen die Möglichkeiten eines guten Zusammenlebens von Erwachsenen und Heranwachsenden institutionell gesichert sind?
Doch wie schwer machen es Rahmenbedingungen, dies umzusetzen. Wie schwierig ist es, diesen Anspruch an Schulen auch zu leben. Er ist das Leitbild des reformpädagogischen Schulverbundes „Blick über den Zaun“, dem in Deutschland rund 100 Schulen angehören; 15 von ihnen wurden bisher für den Deutschen Schulpreis nominiert, sechs ausgezeichnet. Er ist auch das Leitmotiv des Saarländischen Schulpreises.
In diesem Seminar für Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern bieten die Veranstalter des Saarländischen Schulpreises, die Stiftung Demokratie Saarland und die Landeselterninitiative für Bildung, in Kooperation mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien den Preisträgern, aber auch anderen interessierten Schulen, die Gelegenheit, sich mit den Standards des Schulverbundes „Blick über den Zaun“ vertraut zu machen.
Die Teilnehmer lernen die Verfahren und Werkzeuge für Qualitätsentwicklung und Evaluation der Reformschulen kennen. Insbesondere beschäftigen sie sich mit der Frage, wie kommt man an Schulen zu mehr Unterrichtsqualität und zu mehr individueller Förderung von Schülerinnen und Schülern. Sie geben sich möglichst ein Arbeitsprogramm für die praktische Umsetzung von Vorhaben an ihren eigenen Schulen.
Hinweis:
Lehrerinnen und Lehrern erkennt das Landesinstitut für Pädagogik und Medien die Teilnahme am Seminar als Fortbildung an.
Seminarleitung: Bernhard Strube, Sprecher der Landeselterninitiative für Bildung
Referentinnen:
Ingrid Kaiser
ehemalige pädagogische Leiterin der Helene-Lange-Schule, „pädagogische Expertin“ beim Deutschen Schulpreis, Mitglied der Jury des Saarländischen Schulpreises, Mitarbeitende beim Schulverbund "Blick über den Zaun"
Dr. Annemarie von der Groeben
ehemalige didaktische Leiterin der Laborschule Bielefeld, Redaktionsmitglied der Zeitschrift „Pädagogik“, Mitarbeitende beim Schulverbund "Blick über den Zaun", Gründerin der Bildungsinitiative TABULA in Bielefeld
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17. April 2010, 9 bis 17 Uhr, Europäische Akademie Otzenhausen
Sich einmischen, mitreden, mitentscheiden an der Schule? Es ist keinesfalls selbstverständlich, dass junge Menschen dies tun, für andere und sich selbst. Wer sich für die Schülervertretung wählen lässt, hat sich fürs persönliche Engagement entschieden. Das verdient besondere Anerkennung. Schüler stellen die größte Gruppierung in der Schule dar und dennoch werden sie meist kaum eingebunden, wenn es um Entscheidungen geht, die sie selbst betreffen. Dabei haben sie eine Menge Möglichkeiten, die bestehenden Spielräume in ihrem Sinn zu nutzen oder auch ihren Interessen entsprechend zu erweitern. Denn: Schülerinnen und Schüler haben das Recht, bei der Arbeit ihrer Schule zur Erfüllung der Unterrichts- und Erziehungsaufgabe mitzuwirken und mitzubestimmen und in diesem Rahmen ihre Interessen wahrzunehmen. So steht es in § 20 des Schulmitbestimmungsgesetzes.
In diesem Seminar bieten die Stiftung Demokratie Saarland, die Landeselterninitiative für Bildung und die Landesschülervertretung in Kooperation mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien Schul- und Klassensprechern, ihren Vertretern und sonst engagierten Schülern die Gelegenheit, ihre Handlungskompetenz zur Wahrnehmung ihrer Mitbestimmungsrechte und ihrer Gestaltungsmöglichkeiten weiterzuentwickeln. Außerdem gibt es Tipps und Anregungen für das Engagement an der Schule. Von Schülern für Schüler. Dabei stehen die Interessen der Schüler im Vordergrund, damit sie die Möglichkeit erhalten, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. An dem Seminar können auch Verbindungslehrer teilnehmen.
Inhalte:
- Welche Rechte haben Schülersprecher?
- Wie organisieren wir unsere Arbeit am besten?
- Wie können wir unsere Interessen in die Weiterentwicklung unserer Schule einbringen?
- Wie plane und organisiere ich erfolgreich ein Projekt?
- Welche Unterstützung bekomme ich von meiner Schule?
Seminarleitung:
Bernhard Strube
Sprecher der Landeselterninitiative für Bildung
und
Alexander Zeyer
Landesschülersprecher Gesamtschulen
Moderatoren:
Hamburger Schüler, Mitglieder der Hamburger SchülerInnen-Kammer
(als Moderatoren vom dortigen Institut für Lehrerbildung und Schulentwicklung ausgebildet und in der Qualifizierung von Schulsprechern tätig)
Die nach dem Seminar herausgegebene Medienmitteilung steht hier zum Download zur Verfügung, die Dokumentation des Seminars hier.
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6. November 2010, 9 bis 17 Uhr, Europäische Akademie Otzenhausen
Es gibt Schulen, die es bei allen Schwierigkeiten und aller Unterschiedlichkeit ihrer Rahmenbedingungen schaffen, Kinder und Jugendliche mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen für Leistung und Kreativität zu begeistern, ihre Lernfreude und ihren Lebensmut zu stärken und sie zu Fairness und Verantwortung zu erziehen. Um auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen und sie anzuerkennen, loben die Stiftung Demokratie Saarland und die Landeselterninitiative für Bildung in jedem Schuljahr den Saarländischen Schulpreis aus.
Mit diesem jährlichen Seminar für Lehrer und Eltern wollen die Veranstalter des Saarländischen Schulpreises - die Stiftung Demokratie Saarland und die Landeselterninitiative für Bildung - in Kooperation mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien den Austausch und die Verbreitung vorbildlicher reformorientierter Schulpraxis fördern. Orientierungsrahmen sind die Qualitätsbereiche des Preises: Qualität des Lernens, individuelle Förderung/Umgang mit Vielfalt, Schule als Gemeinwesen, Schulklima, Schule als lernende Organisation und Leistung der Schüler.
Im Seminar präsentieren Preisträger des Deutschen und des Saarländischen Schulpreises ihren Aufbruchprozess und ihre Praxis. Die Seminarteilnehmer leiten aus den Erkenntnissen Ansätze für weiterführende Schul- und Unterrichtskonzepte an ihren Schulen ab und entwickeln im Seminar ein Arbeitsprogramm für eine mögliche Umsetzung. Beispiele für Arbeitsgebiete: Individualisierung des Lernens, Entwicklung alternativer Methoden der Leistungsrückmeldung, Entwicklung einer Feedbackkultur an der Schule, Erarbeitung von Raumnutzungskonzepten für differenziertes und selbsttätiges Lernen, Aufbau neuer Formen der kollegialen Unterrichtsentwicklung. Das Programm ist für neue Fragestellungen der teilnehmenden Schulen offen.
Hinweis:
Lehrerinnen und Lehrern erkennt das Landesinstitut für Pädagogik und Medien die Teilnahme am Seminar als Fortbildung an.
Seminarleitung:
Dr. Otto Seydel
Institut für Schulentwicklung, Überlingen; Mitglied der Jury des Deutschen Schulpreises und verantwortlich für den Aufbau der Akademie des Deutschen Schulpreises
und
Bernhard Strube
Sprecher der Landeselterninitiative für Bildung
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