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Volksentscheid in Hamburg als Fingerzeig nehmen

Nach Auffassung der Landeselterninitiative für Bildung sollte die Landesregierung das Ergebnis des Volksentscheids in Hamburg als Fingerzeig nehmen und gleich alle Kräfte und Mittel in die Verbesserung von Unterricht und Lernen in den Schulen einbringen, statt hartnäckig für ein kümmerliches längeres gemeinsames Lernen mit einem 5. Grundschuljahr Lehrer, Eltern, Schüler, Schulverwaltungen und Schulträger zu beschäftigen.

Mehr Betreuungsplätze aber zuwenig echte Ganztagsschulangebote

Die Landeselterninitiative für Bildung begrüßt das Einlenken des Ministeriums, wenn nun 797 anstatt der ursprünglich geplanten 750 Gruppen bewilligt werden und damit zusätzliche Betreuungsplätze für 920 Kinder angeboten werden können. Allerdings zu Lasten der Qualität: "Durch das Zurückstellen von Fördergeldern in Höhe von 75€ je Kind sind nun viele außerschulische Projekte der Nachmittagsbetreuung gefährdet und finden womöglich nicht mehr statt", so die Initiative. Weiterhin zeigen die Zahlen eine gravierende Schieflage zu Ungunsten echter Ganztagsschulangebote auf. So stehen 747 Betreuungsgruppen lediglich 50 Ganztagsklassen gegenüber.

„Für gelingende Schulen! Mit einem 5. Grundschuljahr?“

Ein pädagogisches Streitgespräch um den besseren Weg bietet die Reihe Bildungsforum zum Saarländischen Schulpreis am 7. September 2010, 19 Uhr, in Ludwigsgymnasium Saarbrücken (Stengelstraße 31). Es diskutieren Bildungsminister Klaus Kessler (Bündnis 90/Die Grünen) und Prof. Dr. Ulrich Herrmann, ehemaliger Professor für Pädagogik und Leiter des Seminars für Pädagogik an der Universität Ulm. Moderiert von einem erfahrenen Journalisten: Norbert Klein, Chefredakteur Fernsehen des Saarländischen Rundfunks. Die Veranstaltung ist öffentlich. Das Publikum wird in die Debatte einbezogen.

Schülerforderungen an die Bildungspolitik

Eine konstruktive Feedbackkultur an allen Schulen, Entwicklungsberichte und Lernstandsgespräche, mehr fächerübergreifenden Unterricht, mehr Personalressourcen und kleinere Klassen für individualisierendes Lernen, eine stärkere Berücksichtigung der mündlichen Leistung, funktionierende Kommunikationsstrukturen sowie transparente und sinnvolle Konsequenzen statt willkürlicher Sanktionen und schließlich verpflichtende Fortbildung für Lehrer.

Schulbuchausleihe - Offener Brief der Landeselterninitiative für Bildung an Bildungsminister Kessler

Am 5. April 2010 haben wir Bildungsminister Kessler einen offenen Brief geschrieben. Wir befürchten, dass die Kosten aus dem Ruder laufen und deshalb das System insgesamt in Gefahr gerät.