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Landeselterninitiative für Bildung zur Umsetzung des "Aktionsprogramms Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche"

10.06.2021, Medienmitteilung

Für die Landeselterninitiative für Bildung geht der Ansatz der Landesregierung zur Umsetzung des "Aktionsprogramms Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" in die richtige Richtung. Wenn das Land dafür 5 Millionen mehr an Mitteln einbringt, als die in der Bund-Länder-Vereinbarung vorgesehenen 11,5 Mio Euro in Höhe der Bundesmittel, zeige dies schon, dass die Situation ernst genommen werde. "Wir begrüßen auch grundsätzlich die Ankündigung der Ministerin, die Mittel schulspezifisch einzusetzen, die Schulsozialarbeit auszubauen und damit schuleigene Konzepte mit mehr Personal in einer Summe von 400 Stellen zu ermöglichen, wenn auch befristet bis 2022", teilt die Elterninitiative mit. Sie plädiert dafür, die Mittel nach sozialen Gesichtspunkten zur Verfügung zu stellen, d.h. sich an der Zahl der Kinder und Jugendlichen zu orientieren, die am stärksten von der Krise betroffen sind. Jedem Kind, jedem Jugendlichen müsse es im kommenden Schuljahr gelingen können, seine Bildungsbiografie erfolgreich fortzusetzen, sowohl hinsichtlich der Lerninhalte als auch hinsichtlich seiner kognitiven und sozialen Entwicklung.

Nicht akzeptieren könne die Landeselterninitiative für Bildung die Kritik des SLLV an den mit der Umsetzung des Aufholprogramms verbundenen Belastungen für die Schulleitungen. Sicher käme auf die Schulen zusätzliche Arbeit zu, aber wer denn sonst wisse am besten, welches System von Angeboten konzipiert werden muss und wie seine Umsetzung gelingen kann. Viele verantwortungsbewusste Schulleitungen und Kollegien wollten ihre Verantwortung für die Bildung und Erziehung ihrer Kinder und Jugendlichen auch nach der Pandemie mit mehr Engagement wahrnehmen.

Klar ist für die Landeselterninitiative für Bildung aber auch, dass befristete Maßnahmen nicht das Allheilmittel gegen die Langzeitschäden bei Kindern und Jugendlichen aus der Corona-Pandemie sind. Zur Bewältigung der Folgen der Pandemie, aber auch generell, brauche das Bildungssystem langfristiges Denken und Handeln. Dazu gehöre vor allem, die Schulen auf eine bessere personelle Basis verschiedener Professionen zu stellen.

Die Fakten dazu:

  • Das Saarland - Land, Kreise und Kommunen – stellt an öffentlichen Bildungsausgaben am wenigsten von allen Bundesländern bereit.
  • Der Anteil der Bildungsausgaben insgesamt am Landeshaushalt ist der niedrigste aller Flächenländer (28, 3 %).
  • Die Bildungsausgaben für allgemeinbildende und berufliche Schulen sind die niedrigsten aller Bundesländer (11,9 %).
  • Sie sind es auch, wenn man sie in Relation setzt zur Einwohnerzahl.