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Unterricht und Lernen in der Fernschule - Landeselterninitiative für Bildung stellt Ergebnisse einer Online-Befragung mit 4.000 Antworten von Eltern vor - mit Forderungen für eine gute Zukunft

30.06.2020, Newsletter 8/2020

Die Landeselterninitiative für Bildung hat mit einer Online-Umfrage unter den Eltern im Saarland, die vom 18. Mai bis 2. Juni 2020 geschaltet war, breiten Aufschluss darüber gewonnen, wie Eltern und ihre Kinder mit dem Fernunterricht und dem Lernen zuhause zurechtgekommen sind. Unterstützt wurden die Umfrage und ihre Auswertung von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

Fast 4.000 mal wurde die Umfrage beantwortet (3.924). 45 % der Antworten kamen aus dem Bereich der Grundschulen (1.754) , 22 % aus dem Bereich der Gemeinschaftsschulen (869) und 32 % aus dem der Gymnasien (1.243). Wenige Antworten sind von Förderschulen und Beruflichen Schulen eingegangen.

Wir bedanken uns bei allen Eltern, die mitgewirkt haben! Die Resonanz war in dieser Zeit mit hoher Beanspruchung von Eltern für uns eine positive Überraschung.

Die Ergebnisse der Umfrage und die Schlussfolgerungen haben wir den politisch Verantwortlichen vorgelegt und Medien zugeleitet. Sie stehen auf unserer Internetseite zum Download zur Verfügung: www.eltern-fuer-bildung.de/Downloads.273.0.html.

Wir sind uns bewusst, dass eine Online-Umfrage aus vielen Gründen keine repräsentative Stichprobe ist. Dennoch sind fast 4.000 Antworten ein ernst zu nehmendes Meinungsbild.

Die Ergebnisse legen nahe, dass es im Zweifelsfall den Eltern überlassen blieb, die Situation zu meistern. Der Einbruch der gewohnten Betreuungs- und Kommunikationsstrukturen war und ist für Familien generell eine schwer zu meisternde Belastung, die sie auf Dauer nicht bewältigen können. Fast ein Drittel der Eltern fühlt sich mit der Beschulung zu Hause überfordert; mehr als ein Viertel betont, ihr Kind sei überfordert. Unabhängig von der Schulform machen sich mehr als die Hälfte der Eltern besonders Sorgen darüber, ob ihr Kind auf Dauer genug lernt. Und weit mehr als die Hälfte befürchtet besonders, dass das Lernen zu Hause mit der Zeit problematischer wird.
Eltern, die sich ohnehin belastet fühlen, sehen die Krise als Problem für ihr Kind. Es wird deutlich, wie wichtig es für die Entwicklung des Kindes ist, dass es auch den Eltern gut geht, z.B. was die Möglichkeit angeht, auch ihre beruflichen Pflichten erfüllen zu können.
Viele Mängel des Schulwesens treten im Corona-Stresstest noch deutlicher als sonst zutage: Bildungsungerechtigkeit, schlechte digitale Ausstattung, Mangel an Räumen für Differenzierung und Lerngruppen sowie Mängel in der hygienischen Ausstattung, veraltete Methoden von Unterricht und Lernen.

Auch nach den Sommerferien, schätzen wir, werden Schule und Unterricht nicht auf digital gestütztes Lehren und Lernen verzichten können. Im Gegenteil. Es geht dann nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein kluges Sowohl-als-auch und einen guten Mix aus analogen und digitalen Lerneinheiten. So kann man je nach Maß von Einschränkungen und je nach Neigung und Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler individueller auf ihre Lernbegleitung eingehen.

Für Unterricht und Lernen für eine gute Zukunft haben wir Forderungen aufgestellt. Sehen Sie selbst: www.eltern-fuer-bildung.de/Downloads.273.0.html.